Reutlingen wächst – Quartiere entstehen
In den Jahrzehnten nach der Gründung entwickelte sich die GWG zum Motor des Reutlinger Wohnungsbaus. Neue Quartiere entstanden und bestehende wurden erweitert – so formte sich die moderne Stadt, die wir heute kennen.
Die 1950er- bis 1970er-Jahre standen im Zeichen des Aufbruchs. Rund ein Drittel aller Reutlinger Nachkriegswohnungen wurde in dieser Zeit durch die GWG errichtet, was maßgeblich zur sozialen Stabilität beitrug. Siedlungen wie die Karlshöhe mit ihren Bungalows, das Gebiet Efeu oder der Brühl in Betzingen prägen das Stadtbild bis heute. Auch in Eningen, Großengstingen und weiteren Ortsteilen wuchs der Bestand. Bestehende Quartiere wie der Volle Brunnen oder der Hohbuch wurden kontinuierlich erweitert und modernisiert. Die kommunale Neugliederung der 1970er-Jahre brachte neue Aufgaben in Stadtteilen wie Gönningen oder Rommelsbach mit sich. Als in den 1980er-Jahren die Wohnungsnot durch geburtenstarke Jahrgänge und hohe Mobilität zurückkehrte, reagierte die GWG schnell mit der Erschließung neuer Gebiete wie Mähder und Schafstall. In den 1990ern folgten kompaktere Wohnungen für den Trend zu Single-Haushalten. Nach der Jahrtausendwende rückten Verdichtung und Modernisierung in den Fokus, gefolgt von umfangreichen energetischen Sanierungen in den 2010er Jahren. Heute orientiert sich die GWG bei Neubau- und Modernisierungsprojekten unter anderem an den kommunalen Klimaschutzzielen der Stadt Reutlingen. Im August geht es um den Wandel des Wohnungsbaus im Laufe der Zeit.