Der Tag, der alles veränderte
Vor 75 Jahren wurde die GWG offiziell gegründet.
Mit wenigen Mitarbeitenden, aber einer enormen Aufgabe begann ein neues Kapitel der Stadtgeschichte, welche die Stadt Reutlingen bis heute formt.
Der 11. Mai 1951 markiert einen Wendepunkt für Reutlingen: An diesem Tag unterzeichneten die Stadt, die Kreisbaugenossenschaft und vier Industrieunternehmen den Gründungsvertrag der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Reutlingen mbH. Mit einer kleinen Belegschaft von rund 30 Mitarbeitenden nahm die Gesellschaft ihre Arbeit auf, geleitet von einem klaren Auftrag: bezahlbaren, sicheren und zukunftsfähigen Wohnraum zu schaffen. Die Herausforderungen waren gewaltig, da viele Familien unter beengten Verhältnissen lebten. Die erste Pressemitteilung jener Tage spiegelte den Geist des Aufbruchs wider: Die Stadt wolle „gesunde Siedlungsstrukturen“ schaffen und Wohnraum für alle ermöglichen. Der Geschäftsbericht von 1954 betonte das Ziel, Wohnungen für jene zu bauen, die „ohne eigenes Verschulden schwer auf dem privaten Wohnungsmarkt unterkommen können“. Heute sind die Anforderungen deutlich gewachsen: Neben bezahlbarem Wohnraum geht es darum, zukunftsfähige, lebendige und vielfältige Quartiere für eine breite Gesellschaft zu entwickeln.
Aus den früher 30 Mitarbeitenden sind inzwischen über 150 geworden. Der Bestand wuchs von ersten Pilotprojekten auf rund 7.500 bewirtschaftete Wohneinheiten an. Dass heute mehr als 20.000 Menschen bei der GWG ein Zuhause gefunden haben, belegt eindrucksvoll die nachhaltige Wirkung dieses Tages im Mai 1951. Im Juni geht es um die ersten Jahre der GWG Reutlingen – das erste Großprojekt entsteht!